Ein Rahmenplan ist der Fahrplan für die Entwicklung der Ortsmitte. Er beantwortet vier Kernfragen:
- Was ist heute das Problem?
- Was soll die Ortsmitte künftig leisten?
- Wo soll sich etwas verändern?
- Was tun wir zuerst – und wie setzen wir es um?
Wichtig dabei ist: Der Rahmenplan ist kein Bebauungsplan. Er legt also nicht parzellenscharf fest, was gebaut werden darf. Er schafft aber die inhaltliche Grundlage für spätere Entscheidungen, Projekte und (wenn nötig) Bauleitplanung.
Süderbrarup wurde 2019 mit dem Sanierungsgebiet „Ortszentrum“ in die Städtebauförderung in das Programm „Lebendige Zentren“ aufgenommen; der Rahmenplan bearbeitet genau dieses Gebiet. (Siehe Karte rechts.)
Der Planungsraum umfasst u. a. die Bereiche entlang Große Straße und Bahnhofstraße, bis zum Bürgerpark und Marktplatz/Schule am Markt (insgesamt ca. 41,19 ha).
Ein Sanierungsgebiet ist ein räumlich abgegrenzter Teil der Ortsmitte, den die Gemeinde förmlich festlegt, weil dort städtebauliche Mängel gezielt behoben werden sollen (z. B. Gebäudezustand, öffentliche Räume, Verkehrssicherheit, Leerstand).
Der Sinn ist vor allem:
- Bündeln statt Stückwerk: Maßnahmen werden als Gesamtpaket geplant und Schritt für Schritt umgesetzt.
- Bessere Umsetzbarkeit: Die Gemeinde bekommt zusätzliche Werkzeuge (z. B. sanierungsrechtliche Genehmigungen, Vorkaufsrechte), um Projekte zu koordinieren.
- Förderung möglich machen: Ein Sanierungsgebiet ist oft die Grundlage, um Städtebaufördermittel und weitere Unterstützungen zielgerichtet einzusetzen.
- Transparenz & Prioritäten: Es wird klar, wo investiert wird und was zuerst angegangen wird – für öffentliche und private Maßnahmen.
Im Sanierungsgebiet ist der Rahmenplan ein zentrales Steuerungsinstrument: Er konkretisiert Ziele, führt Maßnahmen zusammen und hilft, Prioritäten zu bilden – als Bindeglied zwischen Analyse, politischem Zielbild, Förderstrategie und Umsetzung. Letztendlich bindet sich die Gemeinde für die kommenden ca. 10 Jahre und richtet mit dem Rahmenplan ihre Gemeindeentwicklung strategisch aus. Der Rahmenplan wird von den politischen Gemeindevertreter*innen beschlossen und entfaltet damit eine hohe Selbstbindung für alle in der Gemeinde Süderbrarup.
Die Rahmenplanung soll spürbare Verbesserungen im täglichen Leben bringen. Dazu zählen sichere und übersichtliche Wege für Fußgänger*innen und Radfahrende – besonders dort, wo heute Querungen schwierig sind oder Wege unsicher wirken. Dazu gehört auch Barrierefreiheit, damit man mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gut durch die Ortsmitte kommt. Gleichzeitig geht es um mehr Aufenthaltsqualität: mehr Grün und bessere Zugänge zu sowie mehr Angebote im Bürgerpark, klimawirksame Maßnahmen, Plätze zum Sitzen, Treffen und Verweilen – nicht nur „durchgehen“, sondern gern dort sein.
Ein wichtiger Baustein ist außerdem der Bahnhof als Mobilitätsknoten: gut ankommen, bequem umsteigen (Bus/Bahn/Rad/Auto) und sichere Abstellmöglichkeiten nutzen. Und insgesamt wird die Ortsmitte gestärkt: mit einer passenden Mischung aus Angeboten, Wohnen und Treffpunkten – weniger einzelne Maßnahmen ohne Zusammenhang, dafür klare Schwerpunkte und ein gemeinsames Zielbild für die nächsten Jahre. Mit einem neuen Platz soll eine gemeinsame Mitte geschaffen werden, die die Versorgungsfunktion der Großen Straße mit dem Nahversorger am Südertoft verbindet.
Die Rahmenplanung wird vom Stadtplanungsbüro scheuvens + wachten plus (Dortmund) erarbeitet, das von der Gemeinde Süderbrarup in einem EU-weiten Bewerbungsverfahren ausgewählt wurde. Das Team bringt Erfahrung in genau den Aufgaben mit, die für eine Ortsmitte entscheidend sind: Rahmenpläne und Masterpläne, Stadtentwicklungs- und Gestaltungskonzepte, Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit, Moderation komplexer Prozesse sowie die Koordination städtebaulicher Verfahren.
Wichtig ist dabei, dass das Planungsteam nicht „im stillen Kämmerlein“ plant.
Der Prozess ist so aufgebaut, dass mehrere Ebenen eingebunden werden:
- Die Verwaltung bringt ihr Fachwissen ein, prüft Umsetzbarkeit und wird eng in die Abstimmungen einbezogen.
- Schlüsselakteure, zentrale und gut vernetzte Akteure in Süderbrarup dienen als Multiplikatoren für Informationen und werden gezielt eingebunden, wie z. B. Vereine, Initiativen oder Fachbehörden)
- Vertreter*innen der Politik reden mit, entscheiden und setzen Prioritäten, denn Sie sind diejenigen, die nachher die Umsetzung des Rahmenplans zum Erfolg bringen.
Die breite Öffentlichkeit bringt ihre Ortskenntnis ein, gibt gezielt Hinweise für die Ausarbeitung und soll stets über den aktuellen Stand des Rahmenplans informiert sein.
Die Rahmenplanung läuft in drei Hauptphasen – vom Verstehen und Kennenlernen der Ortsmitte über Varianten möglicher Entwicklungen bis zum umsetzungsorientierten Entwurf.
Der Zeitplan ist bewusst kompakt: Start war im Januar 2026, der Abschluss ist für Ende August vorgesehen. Denn so können mit dem fertigen Rahmenplan auch erste Projekte gestartet und rechtzeitig Anträge zur Unterstützung von Fördermitteln über die Städtebauförderung zur leichteren Realisierung der Projekte eingereicht werden.
Phase 1 – Grundlagenermittlung (Januar–März 2026)
In der Grundlagenermittlung schaffen wir ein gemeinsames, belastbares Bild vom Ortszentrum: Was funktioniert gut – und wo liegen die Engpässe? Dafür sichten wir die vielen bereits vorhandenen Konzepte und Daten, haben eine Ämterabfrage durchgeführt, damit Fachstellen frühzeitig ihre Hinweise einbringen, und stimmen uns regelmäßig mit Verwaltung und Projektteam ab. Parallel prüfen wir vor Ort Strukturen, Nutzungen, Wegebeziehungen, den Zustand von Straßen- und Freiräumen sowie relevante Rahmenbedingungen (z. B. Eigentumsfragen, Umweltbelange).
Das Ergebnis ist keine „Theorie“, sondern eine verständlich aufbereitete Analyse in Karten mit kurzen Kernaussagen: Welche Orte sind Schlüsselstellen? Wo fehlen sichere Querungen? Wo sind Freiräume zu stark versiegelt? Wo gibt es Potenzialflächen? Diese Analyse ist die Grundlage dafür, dass in den nächsten Phasen nicht „aus dem Bauch heraus“ geplant wird, sondern nachvollziehbar und auf den Ort Süderbrarup bezogen.
Phase 2 – Vorentwurf (April–Juni 2026)
Im Vorentwurf übersetzen wir die Analyse in ein Leitbild und konkrete räumliche Lösungsansätze. Leitbild heißt: ein klares Zielbild, wie die Ortsmitte künftig funktionieren soll – als Treffpunkt, Versorgungsort, Wohnstandort und Mobilitätsknoten. Daraus entwickeln wir Varianten: unterschiedliche, aber jeweils schlüssige Lösungen für zentrale Themen wie Platzräume (z. B. „Neue Mitte“), Straßenräume (z. B. Große Straße), Freiräume (Grünverbindungen/„Trittsteine“), Nutzungen sowie Erschließung und Parken.
Wichtig ist dabei, dass Varianten kein „Wünsch-dir-was“, sondern ein vergleichbarer Werkzeugkasten sind. Jede Variante zeigt, welche Vorteile sie bringt – und welche Nachteile oder Zielkonflikte sie hat. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Schlüsselakteuren wird bewertet, was am besten zu Süderbrarup passt. Ergebnis ist ein Vorzugsansatz, der dann im Entwurf vertieft wird.
Phase 3 – Entwurf (Juni–August 2026)
In der Entwurfsphase wird der Vorzugsansatz zu einem umsetzungsorientierten Rahmenplan ausgearbeitet. Das heißt: klare Aussagen zu räumlichen Schwerpunkten, Gestalt und Funktionen (z. B. wo neue Platzräume entstehen sollen, wie wichtige Wege sicherer werden, wie Bahnhofsumfeld und Ortsmitte besser zusammenspielen). Gleichzeitig wird daraus ein Maßnahmenprogramm: Welche Maßnahmen sind kurzfristig möglich und erzeugen sofort eine spürbare Verbesserung in der Ortsmitte, welche brauchen Vorbereitung (z. B. Abstimmungen, Grunderwerb, weitere Planung), und welche Schritte bauen logisch aufeinander auf.
Zentral ist dabei eine Maßnahmenübersicht. Sie schafft Transparenz und macht die Umsetzung steuerbar – auch mit Blick auf Fördermittel: Was ist in welchem Paket realistisch, und was muss zuerst passieren, damit spätere Projekte funktionieren?
Wann wird die Öffentlichkeit beteiligt?
Die Öffentlichkeit ist nicht nur am Ende, sondern an mehreren Stellen eingebunden:
- Information zum Start: Das Verfahren wird öffentlich gemacht, sodass die Transparenz von Beginn an vorhanden ist.
- Beteiligung für alle am „Mein Maitag“: Hier können Interessierte Hinweise geben, Problemstellen markieren und Prioritäten benennen. Diese Rückmeldungen fließen in die Variantenbewertung des Rahmenplans ein und werden ausgewertet zurückgespielt – sowohl direkt vor Ort als auch in einer Online-Beteiligung.
- Zwischenergebnis Vorentwurf: Vorstellung und Rückkopplung, bevor der Entwurf finalisiert wird.
- Abschluss / Ergebnis: Präsentation des fertigen Rahmenplans und der Maßnahmenpakete.
Zusätzlich gibt es eine Online-Beteiligung und eine gezielte Einbindung von Schlüsselakteuren (z. B. Vereine, Institutionen und Fachbehörden).
Vorstellung in der Gemeindevertretung (25.03.2026)
Zum Auftakt wurde die Rahmenplanung öffentlich in der Gemeindevertretung vorgestellt: Wer arbeitet am Projekt, warum braucht Süderbrarup dieses Instrument, welches Gebiet wird betrachtet und wie läuft der Prozess bis zum Entwurf. Außerdem wurden erste Eindrücke aus der laufenden Analyse gezeigt (Stärken, Schwächen, erste Themenfelder).
Diese Vorstellung ist der Startpunkt für Transparenz – damit alle den gleichen Wissensstand haben und nachvollziehen können, welche Themen im Rahmenplan bearbeitet werden.
Präsentation Gemeindevertretung 25.03.2026
Einbindung zentraler Schlüsselakteure (Online)
Parallel zur Arbeit am Vorentwurf wird es eine gezielte Online-Beteiligung geben – nicht als „große Umfrage für alle“, sondern als Austausch mit Schlüsselakteuren, die den Ortskern täglich prägen oder für Entscheidungen wichtig sind (z. B. Vereine, Fachstellen, ggf. Landesbetrieb/Träger öffentlicher Belange).
Ziel ist, früh fachliche Hinweise und Praxiswissen einzusammeln: Wo klemmt es aus Sicht Handel/Gewerbe? Welche Anforderungen gibt es an Lieferzonen, Parken, Sicherheit, Barrierefreiheit? Welche fachlichen Rahmenbedingungen müssen wir kennen, bevor Varianten gezeichnet werden?
Werkstatt mit Verwaltung und Politik
In der Werkstatt geht es um die frühe Abstimmung: Was ist realistisch umsetzbar? Wo sind Zielkonflikte? Welche Themen müssen im Vorentwurf als Varianten dargestellt werden? Für den Auftakt mit der Verwaltung im Schulterschluss mit der Politik ist Mitte April eine gemeinsame Werkstatt vorgesehen.
Der Sinn ist klar: Verwaltung und Politik bringen Ortskenntnis, Zuständigkeiten und Umsetzungslogik ein – damit wir nicht nur „schöne Bilder“ entwerfen, sondern Varianten, die später auch als Maßnahmenpakete funktionieren. Genau das ist der Kern der Rahmenplanung: vom Zielbild zur umsetzbaren Reihenfolge.
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Öffentlichkeitsbeteiligung „Mein Maitag“ (3. Mai 2026)
„Mein Maitag“ ist die Beteiligung für alle: Hier können Interessierte sagen, was sie im Ortszentrum im Alltag erleben. Der Termin ist bewusst in der Phase gesetzt, in der Varianten entstehen: Ihre Hinweise können also direkt in die Planung einfließen. Machen Sie mit!
Wichtig ist, was danach passiert: Alle Beiträge werden gesammelt, thematisch geordnet (z. B. Verkehrssicherheit, Freiraum/Grün, Bahnhof, Parken, Ortsmitte/Leerstand) und für die Variantenbewertung ausgewertet. Eine Auswertung wird veröffentlicht, damit transparent ist, welche Hinweise häufig genannt wurden und wie sie in die nächsten Schritte einfließen.
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Vorstellung der Zwischenergebnisse (Vorentwurf) (Juni 2026)
In einer weiteren Sitzung der Gemeindevertretung werden die Zwischenergebnisse vorgestellt: Leitbild, Varianten bzw. der Stand des Vorentwurfs – und vor allem, was aus den Rückmeldungen der Schlüsselakteure und der Öffentlichkeit geworden ist.
Das ist ein wichtiger Kontrollpunkt: Bevor ein Ansatz „festgeschrieben“ wird, soll nachvollziehbar sein, welche Lösung warum bevorzugt wird (z. B. Nutzen für Sicherheit/Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität, Machbarkeit, Abhängigkeiten).
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Information Ergebnis Rahmenplanung (August 2026)
Als weiterer Schritt wird der fertige Rahmenplan vorgestellt – inklusive Maßnahmenübersicht und den nächsten Schritten.
Hier wird es konkret: Welche Maßnahmen sind kurzfristig möglich? Was braucht weitere Planung oder Abstimmung? Welche Pakete sind sinnvoll, damit Süderbrarup aktiv werden – und die Sanierungsmaßnahme im Ortszentrum gut gesteuert umgesetzt werden kann.
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In Phase 1 haben wir das Ortszentrum systematisch „gelesen“: Wie bewegt man sich? Wo sind gute Orte? Wo hakt es? Die Analyse ist in vier Themenfelder gegliedert: Mobilität, Freiraum, Städtebau und Nutzungen.
Ziel ist ein klares, gemeinsames Bild: Was macht Süderbrarup aus – und wo lohnt sich gezieltes Handeln, damit die Ortsmitte in den nächsten Jahren spürbar besser funktioniert?
Mobilität – Stärken & Handlungsbedarf
Süderbrarup hat viele wichtige Ziele nah beieinander – aber die Verbindungen dazwischen sind nicht überall so sicher und angenehm, wie sie sein sollten. Ein zentraler Ansatz aus der Analyse ist der „Loop“: eine sich aus den bestehenden Straßenräumen ergebendes Viereck für Fuß und Rad, die wichtige Nutzungen und Potenzialräume der Ortsmitte miteinander verbindet. Er ergibt sich aus den Straßen Große Straße, Königstraße, Bismarckstraße und Bahnhofstraße und ist in den Analysekarten ein wiederkehrender Bestandteil.
Der Bahnhof ist dabei ein Schlüsselort: Er soll als Mobilitätsdrehscheibe weiter gestärkt werden – also als Ort, an dem Umsteigen, Ankommen und Abstellen mit ergänzenden mobilitätsbezogenen Nutzungen gut funktioniert.
Gleichzeitig zeigt sich ein typischer Ortsmitten-Konflikt: Die Große Straße ist Ortsdurchfahrt - mit entsprechender Verkehrsbelastung und Barrierewirkung - und zugleich Ortsmitte für Versorgung, Erledigungen und Begegnung zu Fuß und mit Rad. Genau hier entsteht Handlungsbedarf, z. B. durch bessere Querungen, mehr Sicherheit und eine höhere Radwegqualität.
Ergänzend belegen die bereits im Vorfeld erarbeiteten Konzepte (VU und IEK) aus einer Beteiligung sehr konkret, wo die Menschen Verbesserungen sehen: genannt werden u. a. mehr Rad- und Fußwege, Zustand und Barrierefreiheit der Gehwege sowie ein besseres Angebot an Fahrradstellplätzen. Im Bahnhofsbereich wird außerdem häufig ein öffentliches WC gewünscht. Auf dem Parkplatz neben dem Bahnhof gibt es ein öffentliches WC. In der neuen Ortsmitte wäre es sinnvoller.
Freiraum – Stärken & Handlungsbedarf
Freiräume sind in Süderbrarup ein starkes Thema – wenn man sie besser verknüpft und aufwertet. Neben dem Loop zeigt die Analyse das Bild eines Bands aus „grünen Trittsteinen“: Grünräume, die wie Stationen miteinander verbunden werden könnten und so eine spürbare Grün- und Aufenthaltsstruktur für alle Bewohner*innen in der Ortsmitte bilden.
Handlungsbedarf ergibt sich dort, wo Flächen stark versiegelt sind und Grün bzw. Schatten fehlen. Ein klares Ziel ist deshalb: attraktive Grünräume weiterentwickeln, versiegelte Flächen begrünen und entsiegeln und die Rad- und Fußwegeverbindungen durch die Freiräume stärken.
Zwei konkrete Orte sind bereits benannt:
- Bürgerpark: bessere Einsehbarkeit, bessere Zugänglichkeit (u. a. neue Zuwegung am Spielplatz) und Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.
- Marktplatz: Funktion erhalten und den Baumbestand erhalten/ergänzen (Schatten und Aufenthaltsqualität).
Auch die bereits erarbeiteten Konzepte beschreiben, dass viele öffentliche Räume gestalterische und funktionale Defizite aufweisen, die Aufenthaltsqualität oft gering ist und zudem Barrieren und Gefahrenstellen für Fuß und Rad bestehen. Außerdem fehlt ein zentraler Treffpunkt in der Ortsmitte– hier liegt Potenzial.
Städtebau – Stärken & Handlungsbedarf
Städtebaulich ist Süderbrarup gut ablesbar: Entlang der Hauptstraßen gibt es klare Raumkanten, dahinter eine offenere, grünere Bauweise. Das prägt den Charakter des Ortszentrums – und ist eine Qualität, an die wir anknüpfen können.
Gleichzeitig zeigt die Analyse vier Potenzialräume, in denen sich in den nächsten Jahren durch Umnutzung und Neuentwicklung von Flächen und Gebäuden besonders viel bewegen kann:
- Angelnhalle und Spielplatz,
- Markt / Schule / ehem. Amt,
- „Neue Mitte“ (Bereich u. a. Große Straße und Südertoft),
- Bahnhofsumfeld.
In einigen Bereichen besteht sowohl an Gebäuden als auch im direkten Umfeld Sanierungsbedarf; bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich hier ein schneller Beitrag zu einem attraktiveren Ortsbild leisten
Nutzungen – Stärken & Handlungsbedarf
Bei den Nutzungen zeigt sich: Entlang des Loops liegen gebündelte Cluster aus unterschiedlichen Angeboten: Versorgung, Dienstleistungen, öffentliche Funktionen, Wohnen. Das ist eine gute Grundlage – gleichzeitig braucht die Ortsmitte eine klare Stärkung, damit sie als Ganzes erlebbar und nutzbar ist und nicht ausfranst.
Ziel ist daher, die Ortsmitte als zusammenhängenden Versorgungs- und Begegnungsraum zu stärken und gleichzeitig Umnutzungs- und Neuentwicklungspotenziale zu aktivieren, z. B. wenn Gebäude leer stehen oder Flächen neu geordnet werden können.
Ergebnisse folgen, sobald die Phase erreicht ist.
Geplant ist die Darstellung von Varianten – als unterschiedliche Lösungen bei gleichen Planungszielen - inkl. Bewertung und Auswahl eines Vorzugsansatzes.
Ergebnisse folgen, sobald die Phase erreicht ist.
Im Entwurf werden der Rahmenplan und die Maßnahmenübersicht veröffentlicht – als Grundlage für Umsetzungsschritte im Sanierungsgebiet.
Auftragnehmer zur Erstellung des Rahmenplans Ortsmitte Süderbrarup:
Stadtplanungsbüro
scheuvens + wachten plus
planungsgesellschaft mbh













