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Im Zentrum des Amtsgebietes liegend, ist Süderbrarup Standort der Grund- und Gemeinschaftsschule in Trägerschaft des Amtes, sowie einer dänischen Schule und der „Schule am Markt“, einem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Durch seine verkehrsgünstige Lage an der Bahnlinie Kiel – Flensburg mit stündlicher Anbindung in beiden Richtungen und der Verbindung über die B 201 von Schleswig nach Kappeln, ist Süderbrarup auch als wirtschaftlicher Standort für Handel und Gewerbe von besonderer Bedeutung. Bahnstation, Postagentur, Banken, Gaststätten, Tankstellen, Einkaufszentrum und Supermärkte, Baumärkte und Baustoffhandel, Schuh- und Bekleidungseinzelhandel decken den täglichen Bedarf nahezu vollständig ab.

Ein neues Gewerbegebiet mit fast 20 ha Fläche ist in Planung. Die medizinische und gesundheitliche Versorgung wird durch Hausärzte, Zahnärzte, Gynäkologen, Tierärzte, Apotheken, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Massagepraxen, Seniorenwohn- und Pflegeheime sowie durch ambulante Pflegedienste sichergestellt.

Das Wappen

Archäologische Funde sind Beleg für die Besiedlung dieses Raumes schon in vorchristlicher Zeit. So findet man im heutigen Gemeindegebiet mehr als einhundert Fundplätze aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Das Ortswappen ist einem dieser Fundstücke nachgebildet. Erste urkundliche Erwähnung hat Süderbrarup im Erdbuch des dänischen Königs Waldemar aus dem Jahre 1231 gefunden, dort ist der Ort als „Syndräbrathorp“ verzeichnet. Eine Deutung des Ortsnamens ist in verschiedener Form versucht worden. Die Silbe „rup“ ist in unserer Landschaft häufig anzutreffen, ihre Bedeutung als „Dorf“ ist anerkannt. Die Silbe „bra“ soll angeblich aus „brother/ Bruder“ enstammen.

Urlaub in Süderbrarup

Freizeit und sportlich Aktiven stehen über soziale Verbände wie der Sozialverband Deutschland, die Arbeiterwohlfahrt und das Deutsches Rote Kreuz sowie über den Turn und Sportverein Süderbrarup, ein Bürgerhaus, Sportplätze, Sporthallen und Tennisplätze zur Verfügung. Ein beheiztes Freibad und Fitnessstudios runden die Angebote ab. Reitwege sowie Rad- und Fußwanderwege bis nach Schleswig laden Erholungssuchende in attraktiver Landschaft zum Erholen ein. Kulturelle Angebote werden u. a. regelmäßig durch unterschiedliche Veranstaltungen in der Gemeindebücherei geboten.

Die Gemeinde Süderbrarup heißt Sie herzlich willkommen.

Nähere Informationen und ein Gastgeberverzeichnis erhalten Sie unter
www.ostseefjordschlei.de und info@ostseefjordschlei.de

 

Bürgermeistersprechstunde

Die Bürgermeistersprechstunde findet jeden Montag von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr im Bürgermeisterbüro im Amt Süderbrarup statt. Termine Außerhalb dieser Zeiten müssen per E-mail oder Telefon mit dem Bürgermeister vereinbart werden. 

Um sicher zu gehen, ob die Bürgermeistersprechstunde stattfindet fragen Sie bitte nach unter 04641/78-0. 

Städtebaulicher Rahmenplan Ortszentrum Süderbrarup

Worum geht es – und warum betrifft es die Öffentlichkeit?
Das Ortszentrum Süderbrarup ist der tägliche „Knotenpunkt“ für Einkaufen, Wege zur Schule, Treffen, Umsteigen am Bahnhof und kurze Erledigungen. Genau hier setzt der Städtebauliche Rahmenplan Ortszentrum Süderbrarup an: Er entwickelt ein gemeinsames Zukunftsbild und zeigt, wo sich etwas verbessern soll – und welche Schritte dafür sinnvoll sind.

Bürgermeister Süderbrarup

Jürgen Mittler (CDU)
team Allee 22
24392 Süderbrarup
Tel.: 04641 78-22 // 0163/0442060

Mail:
bgm.suederbrarup@amt-suederbrarup.de

Stellv. Bürgermeister

Torben Jessen (SPD)

OT Dollrottfeld
Oberland 9
24392 Süderbrarup

Telefon: 04641/78-22

Wasserversorgung

Wasserwerk Süderbrarup

Heidbergweg, 
24392 Süderbrarup
Tel.: 04641/530

Zählerstand Online melden

Wasserbeschaffungsverband Südangeln (für die Ortsteile Brebel und Dollrottfeld)
Toft 7
24860 Böklund
Tel.: 04623/78312 oder 78313
Wasserwerk: 04623/1466

Süderbrarup in Zahlen, Daten & Fakten

Hebesätze
Grundsteuer A: 412%
Grundsteuer B: 568%
Gewerbesteuer: 400%
Größe der Gemeinde: 19,84 km²
Hauptort im Süden der Landschaft Angeln, 22 km nordöstlich von Schleswig u. 10 km westl. von Kappeln, an der B 201 - Geographische Lage: 54° 38’ 11’’ Nord  9° 46’ 47’’ Ost
Einwohner der Gemeinde: 5.122
Postleitzahl: 24392
Telefonvorwahl: 04641
(Stand: 30.09.2025)

Energiemonitor

Kurz erklärt: Was ist ein Rahmenplan?

Kurz erklärt: Was ist ein Rahmenplan?

Ein Rahmenplan ist der Fahrplan für die Entwicklung der Ortsmitte. Er beantwortet vier Kernfragen:

  1. Was ist heute das Problem?
  2. Was soll die Ortsmitte künftig leisten?
  3. Wo soll sich etwas verändern?
  4. Was tun wir zuerst – und wie setzen wir es um?


Wichtig dabei ist: Der Rahmenplan ist kein Bebauungsplan. Er legt also nicht parzellenscharf fest, was gebaut werden darf. Er schafft aber die inhaltliche Grundlage für spätere Entscheidungen, Projekte und (wenn nötig) Bauleitplanung.

Was ist das Sanierungsgebiet – und welche Rolle spielt der Rahmenplan?

Süderbrarup wurde 2019 mit dem Sanierungsgebiet „Ortszentrum“ in die Städtebauförderung in das Programm „Lebendige Zentren“ aufgenommen; der Rahmenplan bearbeitet genau dieses Gebiet. (Siehe Karte rechts.)
Der Planungsraum umfasst u. a. die Bereiche entlang Große Straße und Bahnhofstraße, bis zum Bürgerpark und Marktplatz/Schule am Markt (insgesamt ca. 41,19 ha).

Ein Sanierungsgebiet ist ein räumlich abgegrenzter Teil der Ortsmitte, den die Gemeinde förmlich festlegt, weil dort städtebauliche Mängel gezielt behoben werden sollen (z. B. Gebäudezustand, öffentliche Räume, Verkehrssicherheit, Leerstand).

Der Sinn ist vor allem:

  • Bündeln statt Stückwerk: Maßnahmen werden als Gesamtpaket geplant und Schritt für Schritt umgesetzt. 
  • Bessere Umsetzbarkeit: Die Gemeinde bekommt zusätzliche Werkzeuge (z. B. sanierungsrechtliche Genehmigungen, Vorkaufsrechte), um Projekte zu koordinieren. 
  • Förderung möglich machen: Ein Sanierungsgebiet ist oft die Grundlage, um Städtebaufördermittel und weitere Unterstützungen zielgerichtet einzusetzen. 
  • Transparenz & Prioritäten: Es wird klar, wo investiert wird und was zuerst angegangen wird – für öffentliche und private Maßnahmen.

Im Sanierungsgebiet ist der Rahmenplan ein zentrales Steuerungsinstrument: Er konkretisiert Ziele, führt Maßnahmen zusammen und hilft, Prioritäten zu bilden – als Bindeglied zwischen Analyse, politischem Zielbild, Förderstrategie und Umsetzung. Letztendlich bindet sich die Gemeinde für die kommenden ca. 10 Jahre und richtet mit dem Rahmenplan ihre Gemeindeentwicklung strategisch aus. Der Rahmenplan wird von den politischen Gemeindevertreter*innen beschlossen und entfaltet damit eine hohe Selbstbindung für alle in der Gemeinde Süderbrarup.

Was bringt’s mir? – Nutzen im Alltag

Die Rahmenplanung soll spürbare Verbesserungen im täglichen Leben bringen. Dazu zählen sichere und übersichtliche Wege für Fußgänger*innen und Radfahrende – besonders dort, wo heute Querungen schwierig sind oder Wege unsicher wirken. Dazu gehört auch Barrierefreiheit, damit man mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl gut durch die Ortsmitte kommt. Gleichzeitig geht es um mehr Aufenthaltsqualität: mehr Grün und bessere Zugänge zu sowie mehr Angebote im Bürgerpark, klimawirksame Maßnahmen, Plätze zum Sitzen, Treffen und Verweilen – nicht nur „durchgehen“, sondern gern dort sein. 

Ein wichtiger Baustein ist außerdem der Bahnhof als Mobilitätsknoten: gut ankommen, bequem umsteigen (Bus/Bahn/Rad/Auto) und sichere Abstellmöglichkeiten nutzen. Und insgesamt wird die Ortsmitte gestärkt: mit einer passenden Mischung aus Angeboten, Wohnen und Treffpunkten – weniger einzelne Maßnahmen ohne Zusammenhang, dafür klare Schwerpunkte und ein gemeinsames Zielbild für die nächsten Jahre. Mit einem neuen Platz soll eine gemeinsame Mitte geschaffen werden, die die Versorgungsfunktion der Großen Straße mit dem Nahversorger am Südertoft verbindet.

Wer arbeitet woran?

Die Rahmenplanung wird vom Stadtplanungsbüro scheuvens + wachten plus (Dortmund) erarbeitet, das von der Gemeinde Süderbrarup in einem EU-weiten Bewerbungsverfahren ausgewählt wurde. Das Team bringt Erfahrung in genau den Aufgaben mit, die für eine Ortsmitte entscheidend sind: Rahmenpläne und Masterpläne, Stadtentwicklungs- und Gestaltungskonzepte, Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit, Moderation komplexer Prozesse sowie die Koordination städtebaulicher Verfahren.

Wichtig ist dabei, dass das Planungsteam nicht „im stillen Kämmerlein“ plant.

Der Prozess ist so aufgebaut, dass mehrere Ebenen eingebunden werden:

  • Die Verwaltung bringt ihr Fachwissen ein, prüft Umsetzbarkeit und wird eng in die Abstimmungen einbezogen.
  • Schlüsselakteure, zentrale und gut vernetzte Akteure in Süderbrarup dienen als Multiplikatoren für Informationen und werden gezielt eingebunden, wie z. B. Vereine, Initiativen oder Fachbehörden)
  • Vertreter*innen der Politik reden mit, entscheiden und setzen Prioritäten, denn Sie sind diejenigen, die nachher die Umsetzung des Rahmenplans zum Erfolg bringen.

Die breite Öffentlichkeit bringt ihre Ortskenntnis ein, gibt gezielt Hinweise für die Ausarbeitung und soll stets über den aktuellen Stand des Rahmenplans informiert sein.

Akteursübersicht

Prozess der Rahmenplanung

Die Rahmenplanung läuft in drei Hauptphasen – vom Verstehen und Kennenlernen der Ortsmitte über Varianten möglicher Entwicklungen bis zum umsetzungsorientierten Entwurf.
Der Zeitplan ist bewusst kompakt: Start war im Januar 2026, der Abschluss ist für Ende August vorgesehen. Denn so können mit dem fertigen Rahmenplan auch erste Projekte gestartet und rechtzeitig Anträge zur Unterstützung von Fördermitteln über die Städtebauförderung zur leichteren Realisierung der Projekte eingereicht werden. 

 

Phase 1 – Grundlagenermittlung (Januar–März 2026)

In der Grundlagenermittlung schaffen wir ein gemeinsames, belastbares Bild vom Ortszentrum: Was funktioniert gut – und wo liegen die Engpässe? Dafür sichten wir die vielen bereits vorhandenen Konzepte und Daten, haben eine Ämterabfrage durchgeführt, damit Fachstellen frühzeitig ihre Hinweise einbringen, und stimmen uns regelmäßig mit Verwaltung und Projektteam ab. Parallel prüfen wir vor Ort Strukturen, Nutzungen, Wegebeziehungen, den Zustand von Straßen- und Freiräumen sowie relevante Rahmenbedingungen (z. B. Eigentumsfragen, Umweltbelange).

 

Das Ergebnis ist keine „Theorie“, sondern eine verständlich aufbereitete Analyse in Karten mit kurzen Kernaussagen: Welche Orte sind Schlüsselstellen? Wo fehlen sichere Querungen? Wo sind Freiräume zu stark versiegelt? Wo gibt es Potenzialflächen? Diese Analyse ist die Grundlage dafür, dass in den nächsten Phasen nicht „aus dem Bauch heraus“ geplant wird, sondern nachvollziehbar und auf den Ort Süderbrarup bezogen.

 

Phase 2 – Vorentwurf (April–Juni 2026)

Im Vorentwurf übersetzen wir die Analyse in ein Leitbild und konkrete räumliche Lösungsansätze. Leitbild heißt: ein klares Zielbild, wie die Ortsmitte künftig funktionieren soll – als Treffpunkt, Versorgungsort, Wohnstandort und Mobilitätsknoten. Daraus entwickeln wir Varianten: unterschiedliche, aber jeweils schlüssige Lösungen für zentrale Themen wie Platzräume (z. B. „Neue Mitte“), Straßenräume (z. B. Große Straße), Freiräume (Grünverbindungen/„Trittsteine“), Nutzungen sowie Erschließung und Parken. 

 

Wichtig ist dabei, dass Varianten kein „Wünsch-dir-was“, sondern ein vergleichbarer Werkzeugkasten sind. Jede Variante zeigt, welche Vorteile sie bringt – und welche Nachteile oder Zielkonflikte sie hat. Gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Schlüsselakteuren wird bewertet, was am besten zu Süderbrarup passt. Ergebnis ist ein Vorzugsansatz, der dann im Entwurf vertieft wird.

 

Phase 3 – Entwurf (Juni–August 2026)

In der Entwurfsphase wird der Vorzugsansatz zu einem umsetzungsorientierten Rahmenplan ausgearbeitet. Das heißt: klare Aussagen zu räumlichen Schwerpunkten, Gestalt und Funktionen (z. B. wo neue Platzräume entstehen sollen, wie wichtige Wege sicherer werden, wie Bahnhofsumfeld und Ortsmitte besser zusammenspielen). Gleichzeitig wird daraus ein Maßnahmenprogramm: Welche Maßnahmen sind kurzfristig möglich und erzeugen sofort eine spürbare Verbesserung in der Ortsmitte, welche brauchen Vorbereitung (z. B. Abstimmungen, Grunderwerb, weitere Planung), und welche Schritte bauen logisch aufeinander auf.

 

Zentral ist dabei eine Maßnahmenübersicht. Sie schafft Transparenz und macht die Umsetzung steuerbar – auch mit Blick auf Fördermittel: Was ist in welchem Paket realistisch, und was muss zuerst passieren, damit spätere Projekte funktionieren?

 

Wann wird die Öffentlichkeit beteiligt?
Die Öffentlichkeit ist nicht nur am Ende, sondern an mehreren Stellen eingebunden:

  • Information zum Start: Das Verfahren wird öffentlich gemacht, sodass die Transparenz von Beginn an vorhanden ist.
  • Beteiligung für alle am „Mein Maitag“: Hier können Interessierte Hinweise geben, Problemstellen markieren und Prioritäten benennen. Diese Rückmeldungen fließen in die Variantenbewertung des Rahmenplans ein und werden ausgewertet zurückgespielt – sowohl direkt vor Ort als auch in einer Online-Beteiligung.
  • Zwischenergebnis Vorentwurf: Vorstellung und Rückkopplung, bevor der Entwurf finalisiert wird. 
  • Abschluss / Ergebnis: Präsentation des fertigen Rahmenplans und der Maßnahmenpakete.  

 

Zusätzlich gibt es eine Online-Beteiligung und eine gezielte Einbindung von Schlüsselakteuren (z. B. Vereine, Institutionen und Fachbehörden). 

Prozessschema

Beteiligung der Öffentlichkeit und zentraler Schlüsselakteure

Vorstellung in der Gemeindevertretung (25.03.2026)

Zum Auftakt wurde die Rahmenplanung öffentlich in der Gemeindevertretung vorgestellt: Wer arbeitet am Projekt, warum braucht Süderbrarup dieses Instrument, welches Gebiet wird betrachtet und wie läuft der Prozess bis zum Entwurf. Außerdem wurden erste Eindrücke aus der laufenden Analyse gezeigt (Stärken, Schwächen, erste Themenfelder). 
Diese Vorstellung ist der Startpunkt für Transparenz – damit alle den gleichen Wissensstand haben und nachvollziehen können, welche Themen im Rahmenplan bearbeitet werden.

 

Präsentation Gemeindevertretung 25.03.2026 

 

Einbindung zentraler Schlüsselakteure (Online)

Parallel zur Arbeit am Vorentwurf wurde eine gezielte Online-Beteiligung durchgeführt – nicht als „große Umfrage für alle“, sondern als Austausch mit Schlüsselakteuren, die den Ortskern täglich prägen oder für Entscheidungen wichtig sind (z. B. Vereine, Fachstellen, ggf. Landesbetrieb/Träger öffentlicher Belange). Zentrale Themen wurden erarbeitete und Inhalte an das Planungsteam zurückgespiegelt. Diese wurden als Rahmenbedingungen und weitere Prüfpunkte in die weitere Ausarbeitung eingebunden.

Ziel ist, früh fachliche Hinweise und Praxiswissen einzusammeln: Wo klemmt es aus Sicht Handel/Gewerbe? Welche Anforderungen gibt es an Lieferzonen, Parken, Sicherheit, Barrierefreiheit? Welche fachlichen Rahmenbedingungen müssen wir kennen, bevor Varianten gezeichnet werden?

 

Werkstatt mit Verwaltung und Politik

In der Politik- und Verwaltungswerkstatt am 16. April 2026 wurden die bisherigen Analyseergebnisse, die Leitbildidee und ein erster struktureller Entwurf für die Entwicklung der Ortsmitte Süderbrarups gemeinsam besprochen. Nach einem kurzen fachlichen Einstieg arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Gruppen an zentralen Fragen: Welche Ziele werden unterstützt? Wo gibt es Konflikte oder offene Punkte? Welche Maßnahmen fehlen noch oder müssen weiter geprüft werden? Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum zusammengeführt und priorisiert. Damit entstand eine wichtige Grundlage für die nächste Überarbeitung des Rahmenplans und die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit.

 

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war: Die Ortsmitte soll als erkennbarer, lebendiger Mittelpunkt Süderbrarups gestärkt werden. Dabei geht es vor allem darum, die einzelnen Bereiche besser miteinander zu verbinden und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Orte wie die Große Straße, der Marktplatz, der Südertoft, die Angelnstraße und angrenzende öffentliche Räume sollen nicht getrennt voneinander betrachtet werden, sondern als zusammenhängender Ortskern. Gewünscht sind klarere Wege, freundlichere Stadträume, mehr Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten sowie eine Gestaltung, die zum Verweilen einlädt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle der Großen Straße. Sie bleibt eine wichtige Verkehrsachse, wird aber zugleich als Belastung für die Ortsmitte wahrgenommen. In der Diskussion wurde deutlich, dass Verkehr, Sicherheit und Aufenthaltsqualität besser in Einklang gebracht werden müssen. Besonders wichtig sind sichere und gut verständliche Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Einschränkungen. Barrierefreiheit wurde dabei als grundlegendes Ziel benannt.

 

Auch der Bahnhof und sein Umfeld wurden als wichtiger Zukunftsbereich bestätigt. Der Bahnhof soll stärker als Mobilitätsknoten gedacht werden, an dem Bahn, Bus, Fahrrad, Fußverkehr und Auto besser zusammenspielen. Dazu gehören übersichtliche Wegebeziehungen, sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, gut geordnete Parkmöglichkeiten und eine bessere Anbindung an die Ortsmitte.

 

Bei den öffentlichen Räumen wurde besonders die Bedeutung von Begegnungsorten hervorgehoben. Der Bürgerpark, der Marktplatz, die Angelnstraße, die Angelnhalle und weitere zentrale Flächen bieten Potenziale, um neue Nutzungen, mehr Grün und bessere Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Dabei wurde deutlich, dass bestehende Gebäude und Flächen möglichst sinnvoll weiterentwickelt und bei Bedarf neu genutzt werden sollen.

 

Ein weiteres Ergebnis war, dass Wohnen, Gewerbe und Versorgung gemeinsam gedacht werden müssen. Die Ortsmitte soll nicht nur schöner werden, sondern auch im Alltag funktionieren: als Wohnstandort, Einkaufsort, Arbeitsort und sozialer Treffpunkt. Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen für Gewerbetreibende, ergänzende Wohnangebote und eine Entwicklung, die zu Süderbrarup passt.

 

Klimaschutz und Klimaanpassung wurden als Querschnittsthemen bestätigt. Mehr Grün, Schatten, wasserdurchlässige Flächen, kurze Wege und klimafreundliche Mobilitätsangebote sollen dazu beitragen, die Ortsmitte zukunftsfähiger und angenehmer zu machen.

 

Insgesamt zeigte die Werkstatt eine breite Zustimmung zur grundsätzlichen Richtung des Rahmenplans. Gleichzeitig wurden offene Fragen, mögliche Zielkonflikte und weitere Prüfaufträge benannt. Diese Hinweise fließen nun in die vertiefende Bearbeitung ein, damit aus den ersten Ideen konkrete, umsetzbare Maßnahmen für die Ortsmitte Süderbrarups entstehen können.


Öffentlichkeitsbeteiligung „Mein Maitag“ (3. Mai 2026)

„Mein Maitag“ war die Beteiligung für alle: Hier konnten Interessierte sagen, was sie im Ortszentrum im Alltag erleben. Die Hinweise konnten also direkt in die Planung einfließen. 

DANKE an alle Interessierten für die umfangreiche Beteiligung, die wertvollen Hinweise und die konstruktiven Diskussionen für die Zukunft des Ortszentrums Süderbrarup, die vor Ort aber auch Online in der zugehörigen Beteiligung eingegangen sind!

Wichtig ist, was danach passiert: Alle Beiträge wurden gesammelt, thematisch geordnet und für die weitere Ausarbeitung ausgewertet. Die Auswertung kann unten heruntergeladen werden, damit transparent ist, welche Themen und Hinweise häufig genannt wurden.

Download: Protokoll Mein Maitag und Online-Beteiligung


Vorstellung der Zwischenergebnisse (Vorentwurf) (Juni 2026)

In einer weiteren Sitzung der Gemeindevertretung wurden die Zwischenergebnisse vorgestellt: Leitbild, Maßnahmenpakete und der Stand des Vorentwurfs – und vor allem, was aus den Rückmeldungen der Schlüsselakteure und der Öffentlichkeit geworden ist. 

 

Download Präsentation Zwischenergebnisse in der Gemeindevertretung

 

Information Ergebnis Rahmenplanung (August 2026)

Als weiterer Schritt wird der fertige Rahmenplan vorgestellt – inklusive Maßnahmenübersicht und den nächsten Schritten. 
Hier wird es konkret: Welche Maßnahmen sind kurzfristig möglich? Was braucht weitere Planung oder Abstimmung? Welche Pakete sind sinnvoll, damit Süderbrarup aktiv werden – und die Sanierungsmaßnahme im Ortszentrum gut gesteuert umgesetzt werden kann.

Mehr Infos folgen.

Ergebnisse Phase 1 – Grundlagenermittlung (Analyse)

In Phase 1 haben wir das Ortszentrum systematisch „gelesen“: Wie bewegt man sich? Wo sind gute Orte? Wo hakt es? Die Analyse ist in vier Themenfelder gegliedert: Mobilität, Freiraum, Städtebau und Nutzungen.

Ziel ist ein klares, gemeinsames Bild: Was macht Süderbrarup aus – und wo lohnt sich gezieltes Handeln, damit die Ortsmitte in den nächsten Jahren spürbar besser funktioniert?

 

Mobilität – Stärken & Handlungsbedarf

Süderbrarup hat viele wichtige Ziele nah beieinander – aber die Verbindungen dazwischen sind nicht überall so sicher und angenehm, wie sie sein sollten. Ein zentraler Ansatz aus der Analyse ist der „Loop“: eine sich aus den bestehenden Straßenräumen ergebendes Viereck für Fuß und Rad, die wichtige Nutzungen und Potenzialräume der Ortsmitte miteinander verbindet. Er ergibt sich aus den Straßen Große Straße, Königstraße, Bismarckstraße und Bahnhofstraße und ist in den Analysekarten ein wiederkehrender Bestandteil.

Der Bahnhof ist dabei ein Schlüsselort: Er soll als Mobilitätsdrehscheibe weiter gestärkt werden – also als Ort, an dem Umsteigen, Ankommen und Abstellen mit ergänzenden mobilitätsbezogenen Nutzungen gut funktioniert. 

Gleichzeitig zeigt sich ein typischer Ortsmitten-Konflikt: Die Große Straße ist Ortsdurchfahrt - mit entsprechender Verkehrsbelastung und Barrierewirkung - und zugleich Ortsmitte für Versorgung, Erledigungen und Begegnung zu Fuß und mit Rad. Genau hier entsteht Handlungsbedarf, z. B. durch bessere Querungen, mehr Sicherheit und eine höhere Radwegqualität

 

Ergänzend belegen die bereits im Vorfeld erarbeiteten Konzepte (VU und IEK) aus einer Beteiligung sehr konkret, wo die Menschen Verbesserungen sehen: genannt werden u. a. mehr Rad- und Fußwege, Zustand und Barrierefreiheit der Gehwege sowie ein besseres Angebot an Fahrradstellplätzen. Im Bahnhofsbereich wird außerdem häufig ein öffentliches WC gewünscht. Auf dem Parkplatz neben dem Bahnhof gibt es ein öffentliches WC. In der neuen Ortsmitte wäre es sinnvoller.

 

Freiraum – Stärken & Handlungsbedarf

Freiräume sind in Süderbrarup ein starkes Thema – wenn man sie besser verknüpft und aufwertet. Neben dem Loop zeigt die Analyse das Bild eines Bands aus „grünen Trittsteinen“: Grünräume, die wie Stationen miteinander verbunden werden könnten und so eine spürbare Grün- und Aufenthaltsstruktur für alle Bewohner*innen in der Ortsmitte bilden. 

Handlungsbedarf ergibt sich dort, wo Flächen stark versiegelt sind und Grün bzw. Schatten fehlen. Ein klares Ziel ist deshalb: attraktive Grünräume weiterentwickeln, versiegelte Flächen begrünen und entsiegeln und die Rad- und Fußwegeverbindungen durch die Freiräume stärken. 

 

Zwei konkrete Orte sind bereits benannt:

  • Bürgerpark: bessere Einsehbarkeit, bessere Zugänglichkeit (u. a. neue Zuwegung am Spielplatz) und Angebote für unterschiedliche Altersgruppen. 
  • Marktplatz: Funktion erhalten und den Baumbestand erhalten/ergänzen (Schatten und Aufenthaltsqualität). 

 

Auch die bereits erarbeiteten Konzepte beschreiben, dass viele öffentliche Räume gestalterische und funktionale Defizite aufweisen, die Aufenthaltsqualität oft gering ist und zudem Barrieren und Gefahrenstellen für Fuß und Rad bestehen. Außerdem fehlt ein zentraler Treffpunkt in der Ortsmitte– hier liegt Potenzial. 

 

Städtebau – Stärken & Handlungsbedarf

Städtebaulich ist Süderbrarup gut ablesbar: Entlang der Hauptstraßen gibt es klare Raumkanten, dahinter eine offenere, grünere Bauweise. Das prägt den Charakter des Ortszentrums – und ist eine Qualität, an die wir anknüpfen können.

Gleichzeitig zeigt die Analyse vier Potenzialräume, in denen sich in den nächsten Jahren durch Umnutzung und Neuentwicklung von Flächen und Gebäuden besonders viel bewegen kann:

  1. Angelnhalle und Spielplatz
  2. Markt / Schule / ehem. Amt
  3. „Neue Mitte“ (Bereich u. a. Große Straße und Südertoft), 
  4. Bahnhofsumfeld.  

 

In einigen Bereichen besteht sowohl an Gebäuden als auch im direkten Umfeld Sanierungsbedarf; bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich hier ein schneller Beitrag zu einem attraktiveren Ortsbild leisten

 

Nutzungen – Stärken & Handlungsbedarf

Bei den Nutzungen zeigt sich: Entlang des Loops liegen gebündelte Cluster aus unterschiedlichen Angeboten: Versorgung, Dienstleistungen, öffentliche Funktionen, Wohnen. Das ist eine gute Grundlage – gleichzeitig braucht die Ortsmitte eine klare Stärkung, damit sie als Ganzes erlebbar und nutzbar ist und nicht ausfranst.

Ziel ist daher, die Ortsmitte als zusammenhängenden Versorgungs- und Begegnungsraum zu stärken und gleichzeitig Umnutzungs- und Neuentwicklungspotenziale zu aktivieren, z. B. wenn Gebäude leer stehen oder Flächen neu geordnet werden können. 

 

Ergebnisse Phase 2 – Vorentwurf

Was ist der Schritt von der Analyse zum Entwurf?

Bevor konkrete Entwurfslösungen entstehen, braucht es einen Zwischenschritt: Die Ergebnisse der Analyse werden in ein gemeinsames Zielbild übersetzt. Dieses Zielbild beschreibt, welche Rolle die Ortsmitte künftig übernehmen soll, welche Räume besonders wichtig sind und welche Themen zusammen gedacht werden müssen – zum Beispiel Mobilität, Aufenthalt, Versorgung, Wohnen, Freiraum und Klima.

Damit wird aus vielen einzelnen Beobachtungen ein gemeinsamer Orientierungsrahmen. Er hilft dabei, nicht sofort in Einzellösungen zu springen, sondern die Entwicklung der Ortsmitte als zusammenhängende Aufgabe zu verstehen: Welche Qualitäten sollen gestärkt werden? Wo braucht es neue Verbindungen? Welche Orte können künftig mehr leisten als heute?

 

Warum braucht man Zielbild und programmatische Zielsätze?

Das Zielbild und die programmatischen Zielsätze bilden die Brücke zwischen Analyse und Entwurf. Sie übersetzen die festgestellten Stärken, Schwächen und Potenziale in klare planerische Aussagen. Dadurch wird nachvollziehbar, warum bestimmte Entwurfsentscheidungen getroffen werden und welche Ziele damit verfolgt werden.

Für die Gemeinde entsteht daraus ein wichtiger Nutzen: Das Zielbild schafft eine gemeinsame Grundlage für Verwaltung, Politik, Öffentlichkeit und Fachplanung. Es macht Zielkonflikte sichtbar, hilft bei der Priorisierung von Maßnahmen und dient als roter Faden für die weitere Ausarbeitung des Rahmenplans. In der Politik- und Verwaltungswerkstatt wurde das Leitbild gemeinsam geschärft und als Grundlage für die nächste Überarbeitungsrunde und Vertiefung der Maßnahmen bestätigt. 

 

Nutzen für Süderbrarup

Für Süderbrarup ist dieser Schritt besonders wichtig, weil die Ortsmitte viele Funktionen gleichzeitig erfüllen soll: Sie ist Versorgungsort, Ankunftsort, Wohnstandort, Verkehrsraum, Treffpunkt und Identifikationsraum. Das Zielbild hilft, diese Funktionen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern räumlich und programmatisch miteinander zu verknüpfen.

So kann die Gemeinde aus dem Rahmenplan konkrete Vorteile ziehen: Maßnahmen lassen sich besser begründen, Fördermittel und Investitionen zielgerichteter einsetzen und einzelne Projekte in eine nachvollziehbare Reihenfolge bringen. Der Entwurf wird dadurch nicht nur ein Bild für die Zukunft, sondern eine belastbare Grundlage für Entscheidungen.

 

Programmatische Zielsätze

Aus der Analyse und der gemeinsamen Diskussion ergeben sich programmatische Zielsätze für die weitere Planung:

Das programmatische Leitbild übersetzt die Analyse in sechs zentrale Entwicklungsrichtungen für die Ortsmitte. Es benennt die Räume mit besonderem Handlungsbedarf und zeigt, welche Funktionen dort künftig gestärkt werden sollen. Übergeordnetes Ziel ist es, Süderbrarup schrittweise vom reinen Durchfahrtsort stärker zu einem Aufenthalts-, Begegnungs- und Identifikationsort weiterzuentwickeln. 

 

Die sechs Leitsätze sind:

  1. Bahnhofsumfeld als Mobilitätsdrehscheibe stärken und als Ankunftsort aufwerten
    Der Bahnhof soll besser gestaltet, funktional ergänzt und mit neuen Mobilitätsangeboten verknüpft werden. 
  2. Neuen Platz als belebte Ortsmitte zwischen Großer Straße und Südertoft entwickeln
    Eine neue Mitte soll die Versorgungsbereiche besser verbinden und Raum für Aufenthalt, Begegnung und gemeinschaftliches Leben schaffen. 
  3. Große Straße als Versorgungsachse stärken und verkehrlich sicherer gestalten
    Die Große Straße soll als zentraler Versorgungsraum gesichert, städtebaulich aufgewertet und für Fuß-, Rad- und Autoverkehr sicherer organisiert werden. 
  4. Einen Loop als verbindendes Wegegerüst der Ortsmitte etablieren
    Der Loop verbindet wichtige Nutzungs- und Freiräume und macht die Ortsmitte als zusammenhängenden Raum besser erfahrbar. 
  5. Grünräume stärker ins Bewusstsein rücken und durch neue Nutzungen aktivieren
    Bürgerpark, Grünflächen und Freiräume sollen sichtbarer, besser erreichbar, ökologisch aufgewertet und stärker miteinander verknüpft werden. 
  6. Leerstände, Brachflächen und sanierungsbedürftige Gebäude als Entwicklungspotenziale aktivieren
    Untergenutzte Gebäude und Flächen sollen neue Nutzungen, Wohnangebote und Impulse für die Innenentwicklung ermöglichen.

 

Das räumliche Leitbild

Das räumliche Leitbild übersetzt die programmatischen Leitsätze in ein erstes räumliches Gerüst. Es zeigt, wie Bahnhof, Neue Mitte, Große Straße, Loop, Grünräume und Entwicklungsflächen zusammengedacht werden können. Dabei geht es noch nicht um fertige Detailplanung, sondern um die Grundstruktur: Wo entsteht ein neuer Mittelpunkt? Wo wird Mobilität gebündelt? Welche Wege verbinden die Ortsmitte? Welche Grünräume werden stärker aktiviert? Und wo können Leerstände, Brachflächen oder sanierungsbedürftige Gebäude neue Impulse setzen?

 

Die Grafik zeigt die Ortsmitte als zusammenhängendes Gefüge. Der Loop bildet das verbindende Wegegerüst aus Großer Straße, Bahnhofstraße, Bismarckstraße und Königstraße. Er verknüpft die urbanere, belebte Seite entlang Bahnhofstraße und Großer Straße mit der ruhigeren, grüneren Seite entlang Bismarckstraße und Königstraße.

 

Die Funktionsbereiche Mobilität, Mitte, Multifunktion und Erholung machen sichtbar, wo besondere räumliche Schwerpunkte liegen. Der Bahnhof wird als Mobilitätsdrehscheibe und Ankunftsort gestärkt. Zwischen Großer Straße und Südertoft entsteht das Potenzial für eine neue belebte Ortsmitte. Die Große Straße bleibt zentrale Versorgungsachse, soll aber sicherer und attraktiver werden. Bürgerpark und weitere Grünräume werden als Erholungs- und Aufenthaltsorte stärker miteinander verbunden. Ergänzend zeigen multifunktionale Bereiche, wo neue Nutzungen, Umnutzungen oder Nachverdichtung möglich sind.

 

Download räumliches Leitbild

 

Maßnahmenplan als Vorentwurf

Der Maßnahmenplan übersetzt Leitbild und Entwurfsidee in erste räumlich verortete Handlungsschwerpunkte. Er ist noch kein fertiger Umsetzungsplan, sondern ein Vorentwurf: Er zeigt, welche Maßnahmen grundsätzlich denkbar sind, wo sie räumlich ansetzen und wie sie sich zu größeren Paketen bündeln lassen. Damit wird sichtbar, wie aus dem Zielbild für die Ortsmitte schrittweise konkrete Projekte entstehen können.

 

Im Mittelpunkt stehen vier wesentliche Maßnahmenpakete, die hier zur besseren Übersichtlichkeit gebündelt beschrieben werden:

1. Grüne und klimaangepasste Ortsmitte stärken
Der Bürgerpark soll als zentraler Freiraum weiterentwickelt, besser angebunden und ökologisch aufgewertet werden. Ergänzende Aufenthaltsangebote, neue Wege, sichtbare Eingänge, zusätzliche Baumpflanzungen und eine stärkere Einbindung angrenzender Grünflächen können ihn zu einem lebendigen Ort für Erholung, Begegnung und Bewegung machen. Auch im Straßenraum und am Markt sollen mehr Grün, Schatten und Teilentsiegelung zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität beitragen.

 

2. Neue Mitte und öffentliche Räume qualifizieren
Zwischen Großer Straße, Südertoft und Marktplatz liegt das Potenzial, die Ortsmitte räumlich stärker erlebbar zu machen. Durch neue Aufenthaltsbereiche, grüne Raumkanten, ergänzende Bebauung und aktive Erdgeschosszonen kann ein zentraler Treffpunkt entstehen. Der Marktplatz soll als multifunktionaler Ort erhalten und zugleich durch flexible Möblierung, ergänzende Begrünung und bessere Nutzbarkeit im Alltag gestärkt werden.

 

3. Mobilität ordnen und Verbindungen verbessern
Der Bahnhof wird als Mobilitätsknoten weitergedacht. Dazu gehören ein aufgewerteter Bahnhofsvorplatz, ergänzende Mobilitätsangebote, sichere Fahrradabstellmöglichkeiten, Car-Sharing, E-Ladeangebote sowie eine Neuordnung des Parkens im Bahnhofsumfeld. Gleichzeitig sollen Fuß- und Radwege, Querungen und kurze Verbindungen im Ortskern verbessert werden. Ziel ist ein sichereres, übersichtlicheres und barriereärmeres Wegenetz zwischen Bahnhof, Ortsmitte, Bürgerpark, Markt und Versorgungslagen.

 

4. Innenentwicklung, Nachnutzung und Bestand aktivieren
Der Vorentwurf zeigt mehrere Potenzialflächen für neue Bebauung, Nachverdichtung oder Umnutzung. Dazu gehören unter anderem Flächen im Bahnhofsumfeld, an der Angelnstraße, im Bereich Große Straße sowie leerstehende oder untergenutzte Bestandsgebäude. Ziel ist es, vorhandene Flächen besser zu nutzen, Wohnangebote im Ortskern zu stärken, Nahversorgung zu sichern und ortsbildprägende Gebäude durch Sanierung oder neue Nutzungen wieder stärker einzubinden.

 

Insgesamt macht der Maßnahmenplan deutlich: Die Entwicklung der Ortsmitte besteht nicht aus Einzelprojekten, sondern aus miteinander verbundenen Bausteinen. Freiraum, Mobilität, Städtebau und Nutzung greifen ineinander. Der Vorentwurf dient damit als Grundlage für die weitere Diskussion, Beteiligung und fachliche Vertiefung der Rahmenplanung. 

 

 

Download Rahmenplan Vorentwurf

Ergebnisse Phase 3 – Entwurf

Ergebnisse folgen, sobald die Phase erreicht ist.
Im Entwurf werden der Rahmenplan und die Maßnahmenübersicht veröffentlicht – als Grundlage für Umsetzungsschritte im Sanierungsgebiet.

Kontakt und Rückfragen

Auftragnehmer zur Erstellung des Rahmenplans Ortsmitte Süderbrarup:

Stadtplanungsbüro 

scheuvens + wachten plus

planungsgesellschaft mbh

 

suederbrarup@s-w.plus
www.scheuvens-wachten.de

Sehenswert

Der Brarup-Markt im vollen GangeDer traditionelle Brarup-Markt hat sich zum größten ländlichen Jahrmarkt unseres Landes entwickelt. Fester Termin: Freitag vor dem letzten Juli-Wochenende bis zum folgenden Dienstag.
Das Thorsberger Moor (©Ostseefjord Schlei)
Der Bahnhof in Süderbrarup
Grabhügel Kummerhy
Heilige QuelleEine einst als heilkräftig geltende Quelle soll alljährlich am Jakobitag (25. Juli) von zahlreichen Wallfahrern aufgesucht worden sein; Heimatforscher betrachten diese regelmäßigen Zusammenkünfte als Ursprung des Jakobimarktes, weithin besser als Brarup-Markt bekannt. (Fotograf: Lax)

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